Welche Zukunft?! – Let them eat money

Die Ergebnisse von Labor und Symposium fließen in ein Theaterstück ein: Im Zentrum steht die Frage nach der Verantwortung für die Ereignisse der Jahre 2018 bis 2028.

Die EU befindet sich nach dem Austritt Italiens 2022 in einer der größten Krisen ihrer Geschichte. Anlass genug, politisch gegenzusteuern und in der verbleibenden Rest-EU 2024 ein Bedingungsloses Grundeinkommen einzuführen. Doch der erwartete positive Effekt bleibt aus, Banken werden gestürmt, Malls geplündert, die staatlichen Strukturen erodieren. Die Leerstellen werden von unterschiedlichen Communities und Plattformen ausgefüllt: Eine neue radikale politische Bewegung entführt und befragt mögliche Verantwortliche. Staatliche Ausschüsse versprechen hektisch Aufklärung der politischen Entscheidungsprozesse, die in die Krise geführt haben. Zugleich gründen sich zahllose neue libertäre Staaten auf künstlichen Inseln jenseits der 20-Meilen-Zonen auf den Ozeanen, die sich als Totengräber der traditionellen Vorstellungen von staatlicher Organisation verstehen.

Ist die Krise somit eine Chance, Demokratie und Staat radikal neu zu denken? Und wer sind dabei die Gewinner, wer die Verlierer? In seinem Theaterstück, das Andres Veiel in Zusammenarbeit mit Jutta Doberstein auf Grundlage der umfangreichen Recherchen schreibt, steht die Konfrontation mit widersprüchlichen Entwürfen von Zukunft – abseits von Legislaturperioden oder Parteiinteressen. Welche Spuren verfolgen wir? Und welche hinterlassen wir?

Uraufführung: 28. September 2018, Deutsches Theater Berlin

Regie: Andres Veiel

 

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