"Der nächste Staat – Rethinking State"

Mitwirkende Samstag

 
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Cornelia Daheim beschäftigt sich seit 2000 als beratende Zukunftsforscherin mit der Zukunft, heute mit dem eigenen Unternehmen Future Impacts. Sie unterstützt Organisationen, die nach vorne schauen und Zukunft gestalten wollen – vom Europäischen Parlament bis zur Evonik – mit Trendanalysen und Szenarioprozessen. Nach zwei unabhängigen Influencer-Analysen gilt sie als "one of the world’s leading women futurists". Zudem leitet sie seit 2003 als Vorsitzende ehrenamtlich den "German Node" von "The Millennium Project", des weltweit größten NGOs der Zukunftsforschung. Seit über 15 Jahren beschäftigt Cornelia Daheim sich mit gesellschaftlichem und technologischem Wandel, und dabei insbesondere – wegen ihres Hintergrunds in der Organisationspsychologie – mit der Zukunft der Arbeit und der Digitalisierung.

>> Cornelia Daheim wird am Sonntag auch einen Workshop leiten: "Streik! – Über die Macht der abhängig Beschäftigten".

 
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Prof. Dr. Isabel Feichtner ist Professorin für Öffentliches Recht und Wirtschaftsvölkerrecht an der Universität Würzburg. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören das Wirtschaftsvölkerrecht, Recht und Verteilungsfragen, transnationales Rohstoffrecht sowie Geld- und Finanzrecht. Zu ihren Veröffentlichungen zählen Public Law's Rationalization of the Legal Architecture of Money: What Might Legal Analysis of Money Become? (German Law Journal 17, 2016), International (Investment) Law and Distribution Conflicts over Natural Resources (in: Rainer Hofmann/Stephan Schill/Christian Tams (Hg.), International Investment Law and Sustainable Development, Edward Elgar 2015) und Verteilung in Völkerrecht und Völkerrechtswissenschaft (in: Sigrid   Boysen/Anna-Bettina   Kaiser/Florian   Meinel   (Hg.), Verfassung   und Verteilung, Mohr Siebeck 2015, S. 93).

>> Isabel Feichtner wird am Sonntag auch einen Workshop leiten: "Die Vereinigten Staaten von Europa?".

 
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Prof. Eyvindur G. Gunnarsson ist Professor für Rechtswissenschaften an der
Juristischen Fakultät der University of Island. Derzeit ist er Vorsitzender des Beratenden Ausschusses der Finanzaufsichtsbehörde für die Eignung und Qualifikation von Vorstandsmitgliedern von Finanzunternehmen. Er ist auch Vorstandsvorsitzender des Disziplinarkomitees NASDAQ Iceland Stock Exchange. Gunnarsson hat in den letzten Jahren auf dem Gebiet der Finanzmärkte beraten und nach dem Bankzusammenbruch und der Liquidation der Banken eidesstattliche Versicherungen und Gutachten an Gerichte ausländischer Jurisdiktionen abgegeben. Er war Rechtsberater der Sonderuntersuchungskommission nach dem Gesetz Nr. 142/2008 über die Untersuchung der Ereignisse, die zum Untergang der isländischen Banken im Jahr 2008 geführt haben, und der Ursachen des Untergangs der isländischen Banken und der damit zusammenhängenden Ereignisse. Gunnarson ist Autor verschiedener Gesetzesvorlagen, die in Island im Bereich des Kapitalmarkt- und Gesellschaftsrechts verabschiedet wurden.

 

Volker Heise ist Regisseur und Dramaturg und seit 2008 Mitgesellschafter von zero one film und Ideengeber vieler erfolgreicher TV-Formate (24h BERLIN, ZEIT DER HELDEN u.a.)

 
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Dr. Ariella Helfgott ist Senior Research Fellow am Environmental Change Institute der University of Oxford und Assistant Professor am Copernicus Institute for Sustainable Development der Universität Utrecht. Sie ist Mitglied der Food Systems Research Group der University of Oxford. Sie ist die Hauptforscherin des CGIAR Climate Change Agriculture and Food Security (CCAFS) Systemic Integrated Adaptation Research Program. Ariellas Forschung erstreckt sich von der konzeptionellen und mathematischen Modellierung von Systemresilienz und Anpassungsfähigkeit bis hin zu partizipativen Ansätzen zum Aufbau von Resilienz und Anpassungsfähigkeit vor Ort. Während sie eine formelle Ausbildung zur Mathematikerin und Ingenieurin erhielt, konzentriert sich ihre aktuelle Arbeit auf die Integration technisch-analytischer, philosophisch-hermeneutischer und management-administrativer Disziplinen, um eine gerechte und nachhaltige Entwicklung zu erreichen.

 

Ulrike Hermann absolvierte nach einer abgeschlossenen Lehre als Bankkauffrau die Henri-Nannen-Schule. Anschließend studierte sie Wirtschaftsgeschichte und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Seit 2000 ist sie Wirtschaftskorrespondentin bei der Berliner taz. Dort war sie auch Parlamentskorrespondentin und leitete die Meinungsredaktion. Sie gehört auch zum Vorstand der taz-Verlagsgenossenschaft. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, u.a. Der Sieg des Kapitals. Wie der Reichtum in die Welt kam. Die Geschichte von Wachstum, Geld und Krisen (2013) und Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung. Die Krise der heutigen Ökonomie oder Was wir von Smith, Marx und Keynes lernen können (2016)

 
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Sven Kacirek, geboren in Hamburg, studierte Schlagzeug in Arnheim, New York und Hamburg. Er spielte und arbeitete u.a. mit Shabaka Hutchings, John McEntire, Nils Frahm, Sofia Jernberg, Marc Ribot und Stefan Schneider. Sein 2011 erschienenes Album "The Kenya Sessions" wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Seit 2008 ist Kacirek regelmäßig zu Gast in Ostafrika. Aufnahmen von Stefan Schneider und Kacirek mit der Kenianischen Dodo-Sängerin Ogoya Nengo erschienen u.a. bei dem Label
Honest Jons Records. Kacirek komponierte diverse Musiken für zeitgenössischen Choreographen wie Antje Pundtner und Johnny Lloyd.  Unter dem Namen EPA vertont er gemeinsam mit Daniel Muhuni einen "leider selten beachteten ökonomischen Ausbeutungsmechanismus" (spex).

 
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Dr. Cho-Oon Khong verfügt über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Leitung und Beratung von Länderszenarien.  Cho berät zu politischen Trends und politischen Risiken. Er ist ein aktiver Szenariopraktiker, der Szenarien im Zukunftsdenken anwendet und hat an einer Reihe von Szenarioprojekten mit internationalen Organisationen, Regierungen, Universitäten, Forschungsinstituten und Unternehmen auf der ganzen Welt gearbeitet.  Er ist Associate Fellow der Said Business School, University of Oxford, wo er als Mitglied der Kernfakultät des Oxford Scenarios Programme lehrt. Er ist Mitglied des Brains Trust der Evian Group, IMD, Lausanne und Mitglied der Academy Adjunct Faculty, Chatham House.

 
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Prof. Dr. Kai von Lewinski hat Rechtswissenschaft in Heidelberg, Berlin (Freie Universität) und Freiburg sowie Geschichte in Freiburg studiert. 2000 wurde er an der Universität Freiburg promoviert. Anschließend war er zunächst als Rechtsanwalt tätig. 2010 schloss er seine Habilitation an der Humboldt-Universität ab. Seine Habilitationsschrift behandelt den Staatsbankrott und dessen rechtliche Bewältigung. Trotzdem wurde er persönlich vom griechischen Anleiheschnitt im Jahr 2012 erwischt. Heute lehrt er Öffentliches Recht an der Universität Passau. In der Forschung widmet sich von Lewinski hauptsächlich der Konvergenz der Medien, der Freiheit von Information und dem Datenschutzrecht. Daneben arbeitet er auch im Bereich des Verfassungsrechts, der Staatslehre, des Katastrophenrechts und des Anwaltlichen Berufsrecht. Seit 2014 ist er Mitglied des DFG-Graduiertenkollegs „Privatheit (und Digitalisierung)“, wo er seit 2017 stellvertretender Sprecher ist.

>> Kai von Lewinski wird am Sonntag auch einen Workshop leiten: "Die Vereinigten Staaten von Europa?".

 
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Prof. Evangelos Liaras lehrt an der School of International Relations an der IE, einer privaten Universität in Spanien. Er ist in Griechenland geboren und aufgewachsen und hat in den USA studiert, wo er seinen BA in Geschichte an der Harvard University sowie seinen MS und PhD in Politikwissenschaft am Massachusetts Institute of Technology erwarb. Er arbeitete für die OSCE Mission in Sarajevo und lebte und lehrte auch in der Türkei an den Universitäten Koç und Boğaziçi. Liaras erhielt Postdoc-Stipendien an der George Washington University in Washington, DC und am CEPC (Centro de Estudios Políticos y Constitucionales) in Madrid und außerdem ein Stipendiat am Chatham House, dem Royal Institute of International Affairs in London.

 
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Daniel Mburu Muhuni aka Mbutch Mjingoma ist Musiker aus Kenia. Er spielt in verschiedenen Bands, u.a. in der zeitgenössischen, perkussiven Fusion-Band "Bung'o ant the Birds" gemeinsam mit Ali Tungwa (Kenia), Sven Kacirek (Deutschland) und Stefan Schneider (Deutschland). Er tourte als Percussionist für afrikanische Fusion-Bands und trat mit Zamelo Act, einer Gruppe für Darstellende Kunst, als Geschichtenerzählender Percussionist, auf. Daniel Muhuni schuf Musik für mehrere zeitgenössische Tanzstücke. Er spielt Schlagzeug, Blasinstrumente und weiche perkussive Instrumente und arbeitet in Kenya auch als Lehrer für afrikanische Musik. (Reinhören)

 
 © Goran Basic

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Dr. Jürg Müller, geboren in Zürich, arbeitet als Wirtschaftsredakteur für die Neue Zürcher Zeitung mit den Themenschwerpunkten Finanzsystem und Digitalisierung. Er absolvierte ein Bachelor-Studium in internationalen Beziehungen und Wirtschaftswissenschaften an der Universität St. Gallen, worauf ein Master-Studium in Volkswirtschaftslehre an der Universität Cambridge folgte. In seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich mit dem Einfluss der Bankenregulierung auf wirtschaftliche Stabilität und Prosperität. Jürg Müller fordert einer radikale Reform des Finanzsystems und veröffentlichte 2018 unter dem Pseudonym Jonathan McMillan gemeinsam mit einem Investmentbanker, der anonym bleiben möchte, das Buch "Das Ende der Banken".

>> Jürg Müller wird am Sonntag auch einen Workshop leiten: "Das Ende der Banken und das Grundeinkommen".

 
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Harald Schumann, Diplomingenieur für Landschaftsplanung, ist seit 34 Jahren Journalist. Er arbeitete bis 1986 für die taz, bis 2004 für den Spiegel und seitdem für den Tagesspiegel. Nach dem Medienversagen während der Euro-Krise gründete er 2016 gemeinsam mit Kollegen aus acht EU-Ländern das Recherche-Team Investigate Europe. Ziel ist, europäische Themen tatsächlich europäisch zu bearbeiten und die national beschränkte Perspektive zu überwinden.

 

José Moura Soeiro ist ein portugiesischer Soziologe und Politiker. Er ist Mitglied der Assembleia da República, die erstmals 2005 gewählt wurde. Er promovierte in Soziologie an der Universität Porto.

 
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Otto Steinmetz war seit über 40 Jahren im nationalen und internationalen Finanzwesen tätig – überwiegend in Führungspositionen des Managements von Markt- und Kreditrisiken. Dabei befasste er sich sehr früh auch mit Nachhaltigkeitsfragen und Umweltschutz. So war er beispielsweise von 2003 bis 2008 im Allianz-Konzern zuständig für Massnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstosses. In Fortsetzung dieses Interesses absolvierte Otto Steinmetz 2014 ein Masterstudium der Gastrosophie in Salzburg. Seit zehn Jahren ist er Mitglied des Aufsichtsrates der Umweltstiftung von Fürst Albert II. in Monaco.

 
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Dr. Pavlina R. Tcherneva ist außerordentliche Professorin und Lehrstuhlinhaberin der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät des Bard College, New York. Sie ist außerdem wissenschaftliche Mitarbeiterin am Levy Economics Institute und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Center for Full Employment and Price Stability (CFEPS) an der University of Missouri, Kansas City. Sie ist spezialisiert auf die Bereiche Geldtheorie, Fiskalpolitik und makroökonomische Stabilisierung. Ihre Forschung untersucht die Auswirkungen der direkten Schaffung von Arbeitsplätzen auf Wachstum, Einkommensungleichheit und Arbeitslosigkeit, insbesondere auf Frauen und Jugendliche. Sie hat ein Konzept für die Operationalisierung ihres Vorschlags zur Arbeitsplatzgarantie für die Vereinigten Staaten entwickelt. Tcherneva hat zuletzt die Bernie Sanders' US-Präsidentschaftskampagne 2016 beraten. Sie spricht häufig bei Zentralbanken auf der ganzen Welt und hat mit Ökonomen und Politikern aus verschiedenen Ländern an der Entwicklung und Bewertung direkter Beschäftigungsprogramme gearbeitet. Als Gastwissenschaftlerin am Cambridge Centre for Economic and Public Policy, U.K., beschäftigte sie sich mit John Maynard Keynes' gesammelten Schriften und entwickelte eine Interpretation von Keynes' politischem Ansatz zur Vollbeschäftigung, für die sie von der Association for Social Economics mit dem Hellen-Potter-Preis (2012) ausgezeichnet wurde.

>> Pavlina R. Tcherneva wird am Sonntag auch einen Workshop leiten: "Arbeit ist Politik".

 

Prof. Dr. Joseph Vogl, von Hause aus Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin, gilt als einer der scharfsinnigsten Analytiker der vorherrschenden ökonomischen Lehre. In seinen letzten Büchern "Das Gespenst des Kapitals" und "Der Souveränitätseffekt" hinterfragt er den Glauben an die unsichtbare Hand des Marktes sowie die Machtstrukturen im gegenwärtigen Finanzregime. Zugleich ist Vogl auch ein Kritiker von 'rhetorischen Schwellkörpern'. Ihm bereitet das Produzieren von Zuspitzungen, Pointen und handlichen Thesen grundsätzlich ein schlechtes Gewissen.