ÖKONOMIE IV: DER WEG ZUR HÖLLE IST MIT GUTEN VORSÄTZEN GEPFLASTERT

Blockchain wird systemrelevant.
— Workshopszenario

Labor-Workshop 4

Was passiert, wenn Regulierung die Prozesse beschleunigt, die sie verhindern soll? 

Können unsere sozialen Protokolle mit den Algorithmen mithalten? Dr. Armin Haas vom Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung in Potsdam forscht zu viraler Ansteckung im Markt und fragt, wie viel uns die Geschichte des Marktes über seine Zukunft verrät. Sein Assistent Joseph Rini leitete den Workshop, der zwei unterschiedliche Szenarien auf dem Weg zur Krise entwickelte.

 

Entwickeltes Szenario – Auf dem Weg zur Krise: 

Ergebnisse Workshopsession I

Version 1: 
2018
– Eskalation der Nordkorea Krise
2019
– Manöver Südkorea / China stoppt Außenhandel in Dollar im asiatischen Raum
2020
– Starker wirtschaftlicher Abschwung in in USA mit Auswirkungen auf Euro-Raum
2021
– Kompletter Zusammenbruch der Banken in USA & Europa
2022
– Länder in Afrika kündigen Handelsabkommen mit Europa und China
2023
– 1. gemeinsame afrikanische Währung / Export-Import-Ketten unterbrochen
2024
– massive weltweite Rezession. Zusammenbruch Welthandel, Renationalisierung des wirtschaftlichen Handelns
2025
– Aufhebung der internationalen Arbeitsteilung 

Version 2
2018

– Vertrauenskrise in Banken und Politik
2019
– Bitcoin / Blockchain wird systemrelevant
2020
– Krise der Banken
2021
– Spekulation der Banken mit Bitcoin
2022
– Wahlboykott / Legitimationskrise der Regierung
2023
– Bitcoin System kollabiert (DB Crash / Programmierungsfehler / Hacking) Banken und Wirtschaft brechen zusammen
2025
– Alle Systeme des gesellschaftlichen Lebens, Grundlagen funktionieren nicht mehr. 

 
 

Workshopleitung

 Armin Haas

Armin Haas

Dr. Armin Haas beschäftigt sich am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam mit der Frage, wie man zu einem ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltigen Finanzsystem kommen kann. In diesem Zusammenhang arbeitet er an Grundlagenfragen und erforscht, wie die kreditwirtschaftliche Steuerung in realen Volkswirtschaften praktisch funktioniert. Er fragt nach den Funktionsbedingungen, die eine nachhaltige Steuerung der Realwirtschaft ermöglichen bzw. bedrohen. Insbesondere untersucht er systemische Risiken, wozu er innovative Ansätze aus der Risikoforschung und den Systemwissenschaften nutzt. An der Universität Karlsruhe studierte Armin Haas Volkswirtschaftslehre, Mathematik und Philosophie, er absolvierte sein Diplom als Volkswirt und schrieb eine Doktorarbeit über die Möglichkeiten und Grenzen der Kartelltheorie.

 

Joseph Rini

 

Joseph Rini ist seit Mai 2017 am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) in Potsdam. Sein Forschungsinteresse gilt der Funktion des Wirtschaftssystems, wobei er insbesondere das Zusammenspiel von Finanzsystem und Realwirtschaft untersucht. In diesem Zusammenhang zielt er darauf, einen systemwissenschaftlichen Rahmen anwenden, um wirtschaftliche, finanzielle und soziale Trends zu verstehen. Joseph Rini hat einen Master-Abschluss in International & Development Economics von der HTW Berlin sowie einen Bachelor-Abschluss in Economics von der University of Toronto.

 

Moderation

Martina Kampmann ist Senior Policy Expertin für strategische Partnerschaften, „multi-stakeholder knowledge sharing” und “mutual learning networks” in verschiedenen Politikbereichen. Von 2013 bis 2014 war sie Senior Counselor der "Knowledge Sharing Alliance" (KSA) beim Generalsekretär der OECD. Zuvor war sie Senior Managerin bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Heute ist sie Senior Associate bei dem von Adrian Taylor gegründeten Unternehmen 4Sing Foresight to Strategy for Security and Sustainability in Governance. Sie steht zudem mit mehreren globalen Stadtnetzwerken und Initiativen der Technischen Universität Berlin in Verbindung. Martina Kampmann studierte Politikwissenschaft, International Affairs, Wirtschaftswissenschaften und Sozialgeographie an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

 

Zur Vorbereitung auf den Workshop für die TeilnehmerInnen und als Diskussionsgrundlage hatten die Workshopleiter im Vorfeld ein erstes Szenario entwickelt. Als Anregung und Vorschlag. Das vollständige Workshop-Paper zur Vorbereitung kann man sich hier noch einmal ansehen.

 
 

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